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Buchweizen-Burger

Als ich kürzlich mit Freundinnen von mir über meinen Blog gesprochen habe, kam die Frage auf, was man denn machen soll, wenn man nicht so viele „exotische“ Zutaten daheim hat. Es ging in der Diskussion in erster Linie um das Kokosöl. Aber im Grossen geht es ja auch darum, was macht man, wenn man für ein Rezept eine Zutat kauft, die man danach nie mehr braucht?

Dazu habe ich mir Folgendes überlegt. Ich mache kleine Serien oder verlinke die Rezepte direkt mit anderen Rezepten mit derselben „exotischen“ Zutat. So können exotische Überbleibsel für die man im normalen Koch-Alltag keine Verwendung hat wieder zu neuen Gerichten inspirieren. Und wer weiss, vielleicht ist der heutige Exote dein alltäglicher Begleiter von morgen. Hach manchmal weckt der Blog tatsächlich meine philosophische Seite :).

Beginnen möchte ich diese Mini-Serien mit dem Buchweizen.

Der Buchweizen ist entgegen seinem Namen nämlich kein Getreide, sondern ein Gras- ein sogenanntes Pseudogetreide. Und was der Buchweizen von natur aus ist- er ist glutenfrei!!  Yeah 🙂

Ich habe so meine Probleme mit den vielen Produkten die inzwischen glutenfrei oder laktosefrei angeboten werden. Denn meistens handelt es sich nur um zusammengepanschte Artikel, aus denen alle „schädlichen“ Stoffe entfernt wurden. Aber ob unser Körper überhaupt noch in der Lage ist, solche künstlichen Konstrukte zu erkennen, da bin ich mir nicht so sicher. Deshalb finde ich, wenn man aus einem Grund auf Gluten verzichten muss, dann bitte mit Nahrungsmitteln arbeiten, die von Natur aus ohne Gluten auskommen. 

So das war quasi mein Wort zum Montag 🙂

In der chinesischen Diätetik wird der Buchweizen verwendet um die Verdauung zu stärken, Feuchtigkeit auszuleiten, zu entgiften und um leicht zu kühlen. Er ist von der Thermik her neutral- kühl und hat Einfluss auf den Magen, die Milz und den Darm. 

V. a. im Sommer hilft der Buchweizen (wie auch die Gerste), die Verdauung (welche durch die falsche Ernährung hart strapaziert wurde) wieder ins Lot zu bringen. Siehe folgendes Rezept: Gerstenwasser.

Ich selber mag den Buchweizen aufgrund seines nussigen Aromas sehr gerne. Auch das Buchweizenmehl verwende ich inzwischen oft und für alle möglichen Rezepte. Siehe dazu folgende Rezepte: Buchweizen- SamosasHerbstliche gefüllte Buchweizen-Omelette.

In einer Pfanne ohne Fett angeröstet ergibt der Buchweizen eine nussfreie Knusperei, die über eine Suppe (grüne Frühlingssuppe mit Knusper-Buchweizen) oder den Salat gestreut werden kann. 

Oder man verwendet den Buchweizen wie im aktuellen Rezept als Fleischersatz. Das kommt auch gut 🙂

Buchweizen-Burger

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Portionen: 2 (4 Burger) Zubereitungsdauer: 45 min

Zutaten

  • 75 g Buchweizen
  • 2 dl Gemüsebouillon
  • 70 g Rüebli, gerieben
  • 70 g Zucchetti, gerieben
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • 1 Handvoll Kräuter (Petersilie, Schnittlauch...), fein gehackt
  • 1 TL Kurkuma
  • Salz/ Pfeffer
  • 1-2 TL Paprika
  • 2 EL Mehl (Buchweizen, Kichererbsen, Dinkel.... usw)
  • Öl

Anleitung

1

Den Buchweizen mit der Bouillon aufkochen und ca. 10 min köcheln lassen. Danach vom Herd ziehen und noch 15 min quellen lassen, bis kein Wasser mehr in der Pfanne ist.

2

Zusammen mit der gehackten Schalotte, den fein geschnittenen Kräutern, den Gewürzen und dem geriebenen Gemüse in einer Schüssel vermengen. 1 EL Mehl dazu geben. Zu Burgern formen.

3

Auf einem Teller im restlichen Mehl wälzen.

4

Öl in einer Bratpfanne heiss machen und die Burger beidseitig braun braten. Vorsichtig wenden!

Hinweise

Für das Mehl könnt ihr auch einfach 2 EL Buchweizen in einer Küchenmaschine zu Mehl verarbeiten. Dazu passen Salat und ein Dipp 🙂

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